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Sage von Bernrain

Im Folgenden erscheinen wortgetreue Auszüge aus den Quellen in Schrägschrift.

 

Im Jahr 1388 wurde die Heiligkreuz-Kapelle Bernrain als Wallfahrtskirche erbaut. Später versah dort ein Kaplan von St. Stefan Konstanz seinen Dienst.

Als sich 1819 die Emmishofer Katholiken von der Mutterpfarrei St. Stefan Konstanz lösten, wurde Bernrain Pfarrkirche.

In der Kirche Bernrain befindet sich das Gemälde mit der Legende vom Wunderkreuz:

Die Legende erzählt:
Im Jahr 1384 giengen drey knaben auf der vorstadt Stadelhofen, nächst Constantz holz zu hollen im Wald bey Bernrain. Da selbe das holtz heim dragen wollten, kamen sie zu dem Crucifix bild unsers Herren auf Bernrain, und ruheten allda.
Da stuhnde auf ain frecher Bub, genannt Schappeler, der greift dem Crucifix an seine Nase und sprach: Herr Gott, lass dir schneutzen, so küss ich dich desto lieber. Darauf blieb die Hand an der Nasen des Crucifix.
Da solches die andere zwey sahen, eilten sie zur Statt und sagten es seiner Mutter. Hierauf kam dise und vil Ehrbare Leuth mit der Procession, sahen das zeichen, rufften Gott den Allmächtigen mit andacht an, und versprechen ein Wallfahrt auf Maria Einsidlen. Da war der Knab ledig.
Zu ehren Jesu Christi, und gedächtnuss dises Wunderzeichens, hat der Löbl. Magistrat zu Constantz dise Tafel machen lassen im Jahr 1598.

Autor:
Kurt Fillinger, Kreuzlingen 2013

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