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Schulbesuch Konstanz

Im Folgenden erscheinen wortgetreue Auszüge aus den Quellen in Schrägschrift.

Auch heute besuchen Kinder aus Kreuzlingen und umliegenden Gemeinden Schulen in Konstanz. Laut DIE ZEIT N° 38 vom 15. September 2011 wohnen 350 der 8000 Konstanzer Schüler in der Schweiz, 200 davon aus Kreuzlingen. Dies führt in Konstanz, seltener auch auf Schweizer Seite, immer wieder zu Diskussionen. So schreibt der Südkurier vom 08.10.2009:
Die Anzahl der in der Schweiz lebenden Schüler an Konstanzer Schulen hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Vor allem an den Gymnasien kommt es dabei zu Engpässen. Für das laufende Schuljahr sind zwar alle Kinder untergebracht, doch dafür mussten einige Eltern Widerspruch einreichen: Humboldt- und Ellenrieder-Gymnasium haben in der Schweiz lebende Kinder aufgenommen, dafür aber zunächst Konstanzer Kinder abgewiesen (...).
(...) weder der Ausschuss noch der Gemeinderat können bestimmen, wie die Schulleiter ihre Schüler auswählen. Diese Vorgaben macht das Kultusministerium, das nochmals klargestellt hat: Der Schulleiter muss bei knapper Kapazität vorrangig Schüler aus Baden-Württemberg aufnehmen.
(...) "Es wäre schon wünschenswert, wenn Geld aus dem Thurgau käme." Der Kreuzlinger Schulpräsident und die Thurgauer Regierungsrätin haben die Anfragen von Oberbürgermeister Horst Frank jedoch abgelehnt, weil im Thurgau genügend Schulplätze für alle Kinder vorhanden sind - auch für die deutschen Kinder, die dort leben.
Text von 
Kirsten Schlüter

Die Stadt hat den benötigten Schulraum zur Verfügung zu stellen. Dies verursacht natürlich Kosten, die durch die Landeszuschüsse für Schüler an weiterführenden Schulen nur zu einem geringen Teil gedeckt werden.
Zudem sind es entgegen weit verbreiteter Meinung nicht nur in der Schweiz wohnende Deutsche, die ihre Kinder nach Konstanz zur Schule schicken. Häufig ist nur die Mutter oder der Vater Deutsche(r), doch nehmen Konstanzer Schulen auch Kinder von Schweizer Eltern auf ... kostenlos, denn das Gesetz schreibt vor, dass der Besuch öffentlicher Schulen unentgeltlich zu sein habe. 

Was bewegt Eltern dazu, ihre Kinder nach Konstanz zur Schule zu schicken?
In Gesprächen wurden mir genannt:

  • Der Schultag wird nicht durch eine lange Mittagspause unterbrochen.
  • Englischunterricht erfolgt ab der 1. Klasse.
  • Transparente Lehrpläne: Die in den einzelnen Fächern zu erreichenden Ziele sind konkret ausformuliert und den Eltern bekannt, was es ihnen erleichtert, die Lernfortschritte ihrer Kinder zu begleiten und nötigen Falls einzugreifen.
  • Die einzelnen Schulen bemühen sich um ein klares eigenes Profil.
  • Nachbarkinder gehen auch nach Konstanz; so dass der Hol- und Bringdienst unter den Eltern, meist den Müttern, aufgeteilt werden kann.
  • Die schweizerische Matura gilt Vielen als anspruchsvoller als das deutsche Abitur, ...
  • ...doch biete das Abitur bessere Voraussetzungen für den Zugang zu einer europäischen Hochschule.

Dabei sind die Klassen in Konstanz fast durchwegs wesentlich grösser: Gegenwärtig (Schuljahr 1012/2013) werden die Klassen in Baden-Württemberg in der Grundschule (1. bis 4. Kl.) und der Gemeinschaftsschule bei über 28 Kindern aufgeteilt; bei den weiterführenden Schulen ab dem 5. Schuljahr ist der Teiler 31. Die auf das Schuljahr 2013/2014 vorgesehene Senkung um ein Kind wurde aus Kostengründen zurückgestellt.

 

Autor:
Kurt Fillinger, Kreuzlingen 2013

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