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Hort und Krippe

Im Folgenden erscheinen wortgetreue Auszüge aus den Quellen in Schrägschrift.

Die beiden Begriffe sind nur schwer voneinander abzugrenzen. Meist werden unter der Bezeichnung Kinderkrippe oder Kindertagesstätte berufskompatible Angebote verstanden, welche die Kinder in der Regel den ganzen (Arbeits-)Tag über betreuen.

Horte, Kinderhorte, Mittagshorte betreuen Schulkinder ausserhalb der Schulzeiten. Ursprünglich waren die Kinderhorte für sozial benachteiligte Kinder gedacht. Deren heutige Nutzung ist mehr eine Folge des veränderten Rollenverständnisses: Die Berufstätigkeit beider oder allein erziehender Eltern erfordert eine ausserhäusige Kinderbetreuung. Für viele Eltern ist eine gute das Familienleben ergänzende Betreuung selbstverständlich geworden.

1940 

entstand auf private Initiative hin eine Kinderkrippe, die in der Rosenegg untergebracht wurde. Der erste Kinderhort, ebenfalls privat geführt, war eine Zeit lang im Lokal der Evangelischen Gemeinschaft am Bachweg beheimatet.

1942

Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges führte zu einer Zunahme der Erwerbstätigkeit der Frauen. Dies wiederum hatte eine starke Inanspruchnahme der Kinderkrippe zur Folge. Der Platzbedarf stieg, so dass ihr das alte Pfarrhaus bei der evangelischen Kirche zur Verfügung gestellt wurde.

1944

erfolgte die Gründung des Vereins Kreuzlinger Kinderkrippe. Die Schulgemeinde stellte diesem das ehemalige evangelische Pfarrhaus an der Bärenstrasse zur Verfügung; der Hort verblieb im Rosenegg-Schulhaus.

1946

wurde das Kinderheim gegründet. Es war bis im Herbst 1955 im Haus „Tannegg“ im Bellevue-Park untergebracht.

1950

mussten 12 bis 15 Kinder des Kindergartens und der 1. Klasse, deren Mütter während des Tages ihrer Berufsarbeit nachgingen, ausserhalb der Schulzeit in der ohnehin überfüllten Kinderkrippe betreut werden. Der Versuch, die zu betreuenden Kinder privat zu platzieren, misslang kläglich. Deshalb richtete die Schulvorsteherschaft auf Antrag des Vereins Kreuzlinger Kinderkrippe einen eigenen Kinderhort ein.

Drei Gründe waren im Antrag des Vereins besonders hervorgehoben worden:   

  1. Zunehmender Strassenverkehr
  2. Zunehmende Berufstätigkeit der Mütter. Gegen diese unerfreuliche Entwicklung können wir nichts ausrichten. (!)
  3. Die Eltern schenkten seit dem Krieg der Erziehung grössere Beachtung; dabei würden sie ihre Kleinen häufig verwöhnen.

Der Kinderhort sollte zwar eine Abteilung der Kinderkrippe doch von dieser räumlich getrennt sein. Die Betreuung durch eine qualifizierte Kraft erfolgte von 06.30 - 08.30 und von 16.30 - 18.30 Uhr. Von den Eltern wurde pro Kind und Tag eine Taxe von 50 Rappen erhoben.

1951 

stellte die Schulbehörde bis auf weiteres für die Errichtung eines Kinderhortes die Wohnung im Roseneggschulhaus zur Verfügung.

1955 

erfolgte der Kauf der „Felsenburg“ für Fr. 220 000; für 130 000 Fr. wurde diese dem Verein überlassen, der ihn bis heue nutzt.

Immer mehr Eltern nutzten Kinderkrippe und Kinderhort; deren Raumbedarf stieg entsprechend an.

1962

bewilligten die Stimmbürger den Bau einer Kinderkrippe/Kinderhort an der Bärenstrasse.

1968

wurde der Kauf der Liegenschaft Hafenstrasse 14 bewilligt. Darin sollte eine Kinderkrippe eingerichtet werden.

Seit 2007

führt der Verein Kreuzlinger Kinderkrippe in enger Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde in jedem der vier Primarschulzentren von Montag bis Freitag während der Schulwochen Horte. Diese bieten ausserhalb der Schulzeit eine Kinderbetreuung mit Mittagstisch.

Ein zentraler, von der Primarschulgemeinde finanzierter Hort in der Rosenegg nimmt das ganze Jahr über von 6.30 Uhr bis 18.30 Uhr Kinder auf.

 

Autor:
Kurt Fillinger, Kreuzlingen 2013

Schulgemeinde Kreuzlingen | Pestalozzistrasse 15 | 8280 Kreuzlingen | 071 677 10 00