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Berufswahl

Die Berufswahl ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg von der Sekundarschule in eine berufliche Grundbildung, eine weiterführende Schule oder eine passende Anschlusslösung. Schülerinnen und Schüler werden dabei durch die Schule, die Eltern, die Berufsberatung und regionale Betriebe begleitet.

Für Schülerinnen und Schüler: Hier finden sich die wichtigsten Schritte von der ersten Orientierung bis zur Bewerbung.

Für Eltern: Die Seite zeigt, wie Sie Ihr Kind begleiten können und wo es Beratung, Lehrstellen, Schnupperlehren und Informationen zu weiterführenden Schulen gibt.

Der Weg zur passenden Anschlusslösung

Die Berufswahl braucht Zeit. Wichtig ist, Interessen und Stärken realistisch einzuschätzen, verschiedene Berufe kennenzulernen und rechtzeitig Schnupperlehren, Bewerbungen oder Aufnahmeverfahren zu planen.

Interessen und Stärken klären

Was kann ich gut? Was interessiert mich? Welche Tätigkeiten passen zu mir? Gespräche mit Eltern, Lehrpersonen und der Berufsberatung helfen bei der ersten Orientierung.

Berufe kennenlernen

Berufsbeschreibungen, Videos, Informationsveranstaltungen und Betriebseinblicke zeigen, welche Anforderungen und Möglichkeiten ein Beruf bietet.

Schnuppern und vergleichen

Schnupperlehren und Betriebstage machen sichtbar, wie ein Beruf im Alltag wirklich aussieht. Danach lassen sich Berufswünsche besser vergleichen.

Bewerben und vorbereiten

Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräch und mögliche Eignungstests werden vorbereitet. Absagen gehören zum Prozess und werden gemeinsam ausgewertet.

Entscheiden und Anschluss sichern

Ziel ist eine passende Anschlusslösung: Lehrstelle, weiterführende Schule, Brückenangebot oder eine andere sinnvolle Zwischenlösung.

Anschlusswege nach der Sekundarschule

Nach der Sekundarschule gibt es verschiedene Wege. Neben einer beruflichen Grundbildung stehen je nach Interessen, Leistungen und Berufszielen auch weiterführende Schulen oder Brückenangebote offen.

Berufliche Grundbildung

Lehre mit EFZ oder EBA

Viele Jugendliche starten nach der Sekundarschule eine berufliche Grundbildung in einem Betrieb. Die Ausbildung verbindet Praxis im Lehrbetrieb mit Unterricht an der Berufsfachschule.

Mittelschule

Gymnasiale Maturitätsschule

Die gymnasiale Maturitätsschule bereitet auf ein Studium an Universität, ETH, Pädagogischer Hochschule oder anderen Hochschulen vor. Für die Aufnahme gelten die kantonalen Aufnahmebedingungen.

Fachmittelschule

Schulischer Weg mit Berufsfeldbezug

Die Fachmittelschule eignet sich für Jugendliche, die sich für Berufsfelder wie Gesundheit, Soziales, Pädagogik oder Gestaltung interessieren und einen schulischen Anschlussweg suchen.

Informatikmittelschule

Schule und Informatik verbinden

Die Informatikmittelschule verbindet schulische Bildung mit einer beruflich ausgerichteten Informatikausbildung. Sie richtet sich an Jugendliche mit Interesse an Informatik und digitalen Technologien.

PMS

Pädagogische Maturitätsschule

Die Pädagogische Maturitätsschule ist ein schulischer Weg für Jugendliche mit Interesse an pädagogischen und musischen Bereichen. Sie schliesst an die 3. Sekundarklasse an.

Zwischenlösung

Brückenangebote

Wenn nach der 3. Sekundarklasse noch keine passende Anschlusslösung gefunden ist, können kantonale Brückenangebote helfen, Berufswahl, schulische Grundlagen und nächste Schritte zu klären.

Zeitplan in der Sekundarschule

Der genaue Ablauf kann je nach Schulzentrum und Klasse leicht variieren. Die folgenden Punkte geben eine einfache Orientierung.

2. Sekundarklasse: orientieren und ausprobieren
  • Interessen, Stärken und Schulfächer reflektieren
  • Berufsfelder und Ausbildungswege kennenlernen
  • BIZ-Angebote und Informationen auf berufsberatung.ch nutzen
  • Betriebstage und Schnuppermöglichkeiten planen
  • Erste Gespräche mit Eltern, Lehrpersonen und Berufsberatung führen
3. Sekundarklasse: bewerben und entscheiden
  • Bewerbungsunterlagen erstellen und überprüfen lassen
  • Lehrstellen suchen und Bewerbungen verschicken
  • Vorstellungsgespräche vorbereiten
  • Aufnahmeverfahren für weiterführende Schulen beachten
  • Bei Bedarf Brückenangebote oder weitere Unterstützung prüfen

Betriebstage Kreuzlingen

Die Betriebstage Kreuzlingen und Umgebung geben Jugendlichen und ihren Familien Einblick in verschiedene Berufe und Betriebe der Region. Sie helfen, Berufsbilder besser zu verstehen und nächste Schritte wie Schnupperlehren gezielter zu planen.

Beratung und Unterstützung

Berufswahl ist nicht nur Sache der Schule. Eltern, Lehrpersonen, Berufsberatung und Betriebe tragen gemeinsam dazu bei, dass Jugendliche eine passende Anschlusslösung finden.

Schule

Begleitung im Unterricht

Die Sekundarschule unterstützt die Jugendlichen im Berufswahlprozess mit Unterricht, Standortbestimmungen, Gesprächen und der Vorbereitung von Bewerbungsunterlagen.

Eltern

Begleitung zu Hause

Eltern können unterstützen, indem sie Gespräche führen, Schnupperlehren mitplanen, Bewerbungen gegenlesen und bei Unsicherheit frühzeitig Beratung anregen.

BIZ Thurgau

Berufs- und Studienberatung

Das BIZ unterstützt Jugendliche bei Fragen zur Berufswahl, Schulwahl, Lehrstellensuche und zu Alternativen. Für Kreuzlingen ist das BIZ Kreuzlingen zuständig.

BIZ Kreuzlingen
Schützenstrasse 1
8280 Kreuzlingen

Wenn es schwierig wird

Weitere Unterstützung

Wenn nach der 3. Sek noch keine Anschlusslösung gefunden ist, können Beratung, Mentoring, Case Management oder Brückenangebote geprüft werden.

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Hinweis: Termine, Anmeldefristen und Aufnahmeverfahren können sich ändern. Für verbindliche Angaben gelten die Informationen der zuständigen Schulen, Betriebe und kantonalen Stellen.